Pressemitteilung vom 23.07.2021
Artenschutz am Aiblinger Amtsgericht
Umgestaltung der Außenanlage der Zweigstelle Bad Aibling unter besonderer Berücksichtigung vom Umwelt- und Artenschutzgesichtspunkten angelaufen
Das Amtsgericht
Rosenheim hat damit begonnen, seine Außenanlagen unter besonderer
Berücksichtigung des Umwelt- und Artenschutzes zu gestalten. Den Anfang machte
dabei die Zweigstelle Bad Aibling. Auf einer Südterrasse des ehemaligen
Stadtschlosses wurde eine Rasenfläche durch Neupflanzungen alter Apfelsorten,
Nisthilfen für Wildbienen und Vogelnistkästen aufgewertet. Im nächsten halben
Jahr soll die Maßnahme mit dem Einsetzen einheimischer Blühsträucher und der Aussaat
von Wildblumensamen abgeschlossen werden.
Neugestaltet wurde eine bisher nicht genutzte Südterrasse des Gebäudes. Die dortige Rasenfläche wurde in einem ersten Schritt vom Personal der Zweigstelle nicht mehr gemäht, so dass durch Anflug etc. bereits eine bunt blühende Wiese entstanden ist. „Im kommenden Frühling soll die Fläche durch die Aussaat von Wildblumensamen weiter aufgewertet werden. Außerdem haben wir hier eine kleine Streuobstwiese vorgesehen und bei der Auswahl unserer Obstbäume besonderen Wert auf seltene, alte Sorten gelegt“, erklärt Justizwachtmeister Grimm, der das Projekt maßgeblich mit umsetzte.
Das für die Nisthilfen für Wildbienen notwendige Holz wurde von einem Kollegen kostenlos zur Verfügung gestellt, die Nisthilfen selbst wurden in der Freizeit gefertigt. Die Vogelnistkästen beschaffte das Gericht lokal aus den Wendelsteinwerkstätten. „Die Umgestaltung der Außenanlagen ist Teil eines Programms des Freistaates Bayern. Damit sollen die infolge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ formulierten Ziele lokal und vor Ort umgesetzt werden. Ich freue mich sehr, dass es mit Hilfe unserer Mitarbeiter gelungen ist, hier mit kleinem Budget ohne großen Aufwand vor Ort Maßnahmen anzustoßen und so einen Beitrag zu Natur- und Artenschutz zu leisten“, betont der Direktor des Amtsgerichts Peter.
Abgeschlossen ist
die Maßnahme aber noch nicht. „Im Herbst werden wir uns bemühen, die Fläche
weiter aufzuwerten, indem wir einheimische Blühsträucher setzen. Und dann
werden wir natürlich schauen, wo vergleichbare Maßnahmen an den anderen
Justizgebäuden möglich sind“, erläutert die stellvertretende Geschäftsleiterin
Schwaiger die weiteren Planungen. „Wir werden uns dabei anschauen, welche
Möglichkeiten wir haben und auf die Anregungen aus dem Werkzeugkasten
Artenvielfalt, einem Leitfaden des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen,
Bau und Verkehr zur Begrünung öffentlicher Gebäude, zurückgreifen.“
Marco Bühl
Richter
am Amtsgericht
Pressesprecher
Blumenwiese
am Gerichtsgebäude
Insektennisthilfe
Frau Schwaiger und Herr Grimm auf der neugestalteten Fläche