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Statistiken

Belegung

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Belegungsstandes seit 1991, jeweils zum 31. März:

Diagramm Belegung

Nach den in den Jahren 1998 bis 2002 leicht gesunkenen Gefangenenzahlen bewegt sich die Belegung nunmehr wieder auf hohem Niveau. Insgesamt hat sich die Zahl der Gefangenen seit 1991 um 29 % erhöht. Besonders schwierig war die Belegungssituation von Anfang 2005 bis Mitte 2007. Ende Januar 2005 wurde mit 13.044 Gefangenen erstmals die Marke von 13.000 Gefangenen überschritten. Mit 13.113 Gefangenen war Ende April 2005 die höchste Belegung im bayerischen Justizvollzug seit 1948 zu verzeichnen; nur in der unmittelbaren Nachkriegszeit waren die Gefangenenzahlen noch höher. Ende März 2013 befanden sich 12.033 Gefangene in den bayerischen Justizvollzugsanstalten. Damit ist zwar insgesamt eine moderate Entspannung eingetreten. Besonders stark belastet sind aber weiterhin vor allem die Anstalten des Regelvollzugs, in denen hohe Strafen verbüßt werden.

Wesentliche Gründe für diese Entwicklung sind der starke Anstieg der Zahl ausländischer Untersuchungs- und Strafgefangener seit der Öffnung der Grenzen zu den östlichen Nachbarstaaten sowie die zunehmende Globalisierung der schweren Kriminalität, insbesondere der Banden- und Drogenkriminalität. Derzeit sind ca. 51 % der in Bayern inhaftierten Untersuchungsgefangenen ausländische Staatsbürger; auf den Gesamtbestand der Gefangenen bezogen beträgt der Ausländeranteil gegenwärtig ca. 32 %. Am 31. März 2013 waren in Bayern 3.846 nichtdeutsche Gefangene aus 120 verschiedenen Staaten inhaftiert. Die nachfolgende Übersicht gibt Auskunft über das Nationalitätengefüge der ausländischen Gefangenen am 31. März 2013:

Diagramm Nationalitäten

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Beschäftigungsarten

Die Gefangenen arbeiten in Eigenbetrieben der Anstalten, in Unternehmerbetrieben, die innerhalb der Anstalten eingerichtet sind, in geeigneten Fällen in Außenbeschäftigung oder als Freigänger. Dazu kommen Tätigkeiten für die Vollzugsanstalt. Die Beschäftigungssituation im Jahr  2012 zeigt das folgende Diagramm:

Diagramm Beschäftigungsarten

Arbeitseinnahmen

Die Einnahmen der Arbeitsverwaltung der bayerischen Justizvollzugsanstalten haben sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:

Diagramm Arbeitseinnahmen

Urlaub

Im Jahre 2011 wurde in insgesamt 17853 Fällen Urlaub an Gefangene gewährt. Aus dem Urlaub sind insgesamt 25 Gefangene nicht oder nicht freiwillig in die Anstalten zurückgekehrt. Dies entspricht einem Anteil von 0,14 % der gesamten Urlaubsfälle. Die Versagerquote bewegt sich damit, wie die folgende Grafik zeigt, auf einem außerordentlich niedrigen Niveau:

Ausgang

Ausgang wurde im Kalenderjahr 2011 in 15.103 Fällen bewilligt. Nur 11 Gefangene (= 0,07 %) sind nicht oder nicht freiwillig in die Anstalten zurückgekehrt.

Freigang

Im Kalenderjahr 2011 wurde in insgesamt 1.721 Fällen Freigang gewährt. 1 Gefangener (= 0,35 %) ist nicht oder nicht freiwillig in die Anstalt zurückgekehrt.

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